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NATIONS CUP
In einem unglaublich knappen amerikanischen regionalen Finale wird Adriano Carrazza aus Brasilien zum Champion der Region gekürt
Nations Cup 2020 – Regionales Finale (Amerika)
29.11.2020

Trotz der Schwierigkeiten, die die weltweite Pandemie verursacht hat, gehen die virtuellen Online-Rennen weiter, und die FIA Gran Turismo Championships wurden letzte Woche mit der Region Europa/Naher Osten/Afrika (EMEA) gestartet. Alle Teilnehmer spielten von zu Hause aus und die Action war ebenso intensiv wie unvorhersehbar. Am Ende gewann der anhaltende Fanliebling Coque López aus Spanien mit einer unglaublichen Boxenstopp-Strategie die EMEA-Meisterschaft. Diese Woche waren alle Augen auf die mit Spannung erwartete Region Amerika und das Wiedersehen mit dem Sieger von 2018, Igor Fraga aus Brasilien, beim „Nations Cup“-Wettbewerb gerichtet. Bei diesem Ereignis ging es um die Frage, ob der Formel-3-Rennfahrer aus der realen Welt noch das Zeug dazu hat, die Online-Motorsportwelt zu dominieren.

Das Format für 2020 wurde leicht angepasst. Die Welt wurde in drei Hauptregionen aufgeteilt – Amerika, Asien/Ozeanien und EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika). Jede Region wartet mit 16 Teilnehmern auf, die sich aus den 12 bestplatzierten Fahrern der Region sowie vier zusätzlichen Spielern, die sich in der Online-Zeitrennen-Zusatzetappe ihren Platz verdient haben, zusammensetzt. Dieses Jahr traten in der Region Amerika Fahrer an, die sechs Länder repräsentierten, darunter Costa Rica und Guatemala. Sie haben an drei Rennen teilgenommen, bei denen sich die besten vier Fahrer für das Weltfinale qualifiziert haben. (Hinweis: Acht Fahrer aus der Region EMEA haben sich für das Weltfinale qualifiziert sowie vier Repräsentanten aus der Region Asien/Ozeanien, darunter Takuma Miyazono aus Japan, der sich einen Platz durch seinen Sieg bei der World Tour in Sydney am Anfang des Jahres gesichert hat.) Die Startaufstellungen für die Rennen wurden in einem 10-minütigen Qualifying bestimmt. Die 10 bestplatzierten Fahrer in jedem Rennen erhielten Punkte.

Nachdem die Startreihenfolge für Rennen 1 feststand, konnten die Rennen beginnen.

Rennen 1

Unser erster Halt war São Paulo, Brasilien – die Heimat der bekannten Rennstrecke Autódromo de Interlagos. In diesem Siebenrunden-Wettbewerb der „Gruppe 3“-Fahrzeuge musste jedes Auto während des gesamten Rennens mit harten Reifen fahren (keine Reifenwechsel oder Tankstopps). Nicolás Rubilar aus Chile (FT_NicoR) zeigte, was in ihm steckte, als er sich in seinem Hyundai Genesis die Pole Position sicherte, während Andrew Brooks aus Kanada (PX-7-Deafsun) – Gewinner der Online-Serie in Nordamerika – in einem Dodge Viper SRT dicht hinter ihm lag. Die drittschnellste Qualifikationszeit sicherte sich der Porsche 911 SRT, der vom südamerikanischen Online-Sieger Angel Inostroza (YASHEAT_Loyrot) (ebenfalls aus Chile) gefahren wurde. An vierter Stelle trat Lucas Bonelli aus Brasilien (TGT_Bonelli) in einem Aston Martin V12 Vantage an. Bemerkenswert ist zudem, dass Igor Fraga aus Brasilien (IOF_RACING17), der eventuell ein wenig eingerostet war, in einem Mazda Atenza (Mazda6) von der siebten Position startete.

Als die grüne Flagge geschwungen wurde, flogen die Autos in einer einzigen Reihe über die Startlinie, während die Fahrer auf den kalten, harten Reifen Vorsicht walten ließen. In Runde 2 begann Inostroza Druck auf Brooks auf Position 2 auszuüben. Gleichzeitig setzte sich Rubilars Hyundai Genesis ab. Als Brooks seine Position erbittert verteidigte, schloss das restliche Feld zu ihm auf, sodass die zweite von der siebten Position nur etwa 1,5 Sekunden trennten.
Mit seinem Porsche 911, der fast 260 km/h erreichte, entschied Inostroza sich auf der Geraden zum Überholen und bewegte sich in Kurve 1 auf die Innenseite von Brooks. Die beiden Autos berührten sich, aber er konnte seine Position halten. Andere Überholmanöver fanden im Feld statt, waren jedoch zumeist nicht erfolgreich. Es wurde deutlich, dass Interlagos zu den schwersten Strecken in puncto Überholen gehört. Die Fahrerreihenfolge blieb in den nächsten Runden weitgehend unverändert.

All das spielte direkt Rubilar in die Karten, der einen Vorsprung von zwei Sekunden aufgebaut hatte und ihn fortwährend ausbaute. In der Halbzeit des Rennes belegten Rubilar, Brooks, Inostroza, Bonelli, Randall Haywood aus den USA (Lexus RC F) und Adriano Carrazza aus Brasilien (Volkswagen GTI VGT) die sieben vorderen Plätze.
Auch im Mittelfeld fanden keine gravierenden Überholmanöver statt, da Tristan Bayless (USA), Fabian Portilla (Chile) und Kevan Pounder aus den USA auf den Positionen 8, 9 und 10 eine bequeme Führung vor dem Auto auf Position 11 hielten.

In der finalen Runde wagte Lucas Bonelli die mutigste Aktion des Rennens, als er an Inostrozas Porsche 911 vorbeirauschte und direkt hinter Brooks Dodge Viper landete. Der Brasilianer wirkte, als wollte er sich diese Chance auf die 10 Punkte für den 2. Platz nicht nehmen lassen. Als Bonelli jedoch mit dem Versuch beschäftigt war, den Kanadier zu passieren, schlich sich Inostroza an ihn heran und übernahm den dritten Platz an der Ferradura-Kurve (Kurve 6). Diese Aktion hatte große Auswirkungen auf Bonellis Tempo und er fiel vom dritten auf den sechsten Platz zurück, und das innerhalb von zwei schnellen Kurven.

Am Ende war es Rubilar, der „World Tour“-Sieger von 2019, der die Ziellinie als Erster passierte und die 12 Punkte einsammelte, die der Gewinner des Rennens erhielt. Brooks, der das gesamte Rennen lang Herausforderer abwehrte, beanspruchte einen wohl verdienten zweiten Platz, gefolgt von Inostroza, Carrazza und Haywood. Die Frustrationen, die viele Spieler in diesem ersten Rennen erlebt hatten, führten dazu, dass der nächste Wettbewerb vor mutigen Manövern und Nonstop-Action nur so strotzte.

RANG FAHRER ZEIT
1 Nicolás Rubilar FT_NicoR 10:47.234
2 Andrew Brooks PX7-Deafsun +03.555
3 Angel Inostroza YASHEAT_Loyrot +03.613
4 Adriano Carrazza KoA_Didico15 +04.590
5 Randall Haywood TX3_Originals +05.050
6 Lucas Bonelli TGT_BONELLI +05.130
7 Igor Fraga IOF_RACING17 +05.477
8 Tristan Bayless roadbeef +06.726
9 Fabián Portilla PerrolocoMcQ +08.002
10 Kevan Pounder PX7-Windfire +09.374
11 Daniel Solis Px7-Lamb +11.203
12 Juan Hernandez JUNCOS_Kangreti +11.518
13 Robert Heck VSR_Robert +12.532
14 Bernal Valverde Infinity_BernalV +12.535
15 Nick McMillen GumballCGT +13.402
16 Mark Pinnell Turismo-lester +13.501

Rennen 2

Der Austragungsort von Rennen 2 war die Strecke WeatherTech Raceway Laguna Seca im nördlichen Kalifornien. Für dieses Rennen nahmen die Fahrer in „Gruppe B“-Rallye-Autos Platz und ein weiteres zehnminütiges Qualifying bestimmte über das Starterfeld. Lucas Bonelli aus Brasilien fuhr aggressiv und ging die Strecke offensiv an, sodass er sich die Pole Position sichern konnte. Wie schon beim letzten Rennen mussten die Spieler die gesamten zehn Runden mit harten Reifen meistern, es gab also keine Boxenstopps.

Nach dem fliegenden Start war klar, dass dieses Rennen anders sein würde als das letzte. In der ersten Runde fuhr Adriano Carrazza (Brasilien) während der zweiten Kurve, einer Haarnadelkurve, ein gewagtes Manöver an der Innenseite des Rallye-Autos Peugeot RCZ des Kanadiers Andrew Brooks. Er überholte ihn und schnappte sich den dritten Platz. In Runde 2 hatten die fünf Spitzenfahrer bereits einen Vorsprung von 1,6 Sekunden zum restlichen Feld. Mit Beginn von Runde 3 starteten auch mehr Überholversuche und Brooks konnte an derselben Haarnadelkurve, an der er zuvor überholt wurde, den dritten Platz zurückerobern. Nicolás Rubilar versuchte auch sein Glück, doch Carrazza vereitelte seinen Plan. Auf der Gegengerade, kurz vor dem bekannten Korkenzieher, erreichten die Fahrzeuge eine Geschwindigkeit von 200 km/h und die in Führung liegenden Bonelli im Rallye-Auto Honda NSX und Angel Inostroza aus Chile im Rallye-Auto Peugeot RCZ konnten ihren Vorsprung zum restlichen Feld auf über 1,5 Sekunden ausbauen.

Zur Halbzeit des Rennens nahmen Bonelli, Inostroza, Brooks, Carrazza und Nicolás Rubilar (Chile) die fünf Spitzenpositionen ein.

In Runde 6 versuchte Rubilar im Korkenzieher an Carrazza vorbeizukommen und sich Platz 3 zu sichern, als Randall Haywood aus den USA wie aus dem Nichts auftauchte und an Rubilars Subaru WRX vorbeizog auf Position 5. Aber Rubilar zeigte allen, warum er als konstanter Spitzenfahrer gilt, als er seine Position in der nächsten Kurve zurückeroberte. Während die drei Fahrzeuge an der Spitze einen Puffer von fast vier Sekunden aufgebaut hatten, lagen zwischen den Positionen 5 und 9 nur 1,5 Sekunden. Damit fand das Hauptgeschehen im Mittelfeld statt.

In den folgenden Runden blieb Inostroza an Bonellis NSX dran und ließ ihn auf der gesamten Strecke keinen Vorsprung herausfahren, der größer als 0,5 Sekunden war. Dann, in Runde 8, kam es zum entscheidenden Moment des Rennens. Inostroza ging ein wenig zu aggressiv vor, als er direkt auf die Heckstoßstange von Bonellis NSX auffuhr, sie anstieß und den Brasilianer so von der Rennstrecke schickte. Dieser Vorfall erlaubte es Brooks, an beiden Autos vorbeizufahren und sich so die Führung zu sichern. Das war eine ideale Situation für den Kanadier, der geduldig auf Platz 3 gefahren war und darauf gewartet hatte, dass sich die beiden Führenden fast gegenseitig ausschalteten.

Inostroza erhielt eine 2-Sekunden-Strafe für den Vorfall in der Kurve 6. Der Chilene hatte allerdings Glück, da seine Position nicht weiter davon berührt war. Unterdessen hatte sein Landsmann Rubilar allerlei Probleme. Er landete in dichtem Verkehr, wurde von anderen Fahrzeugen angestoßen und fuhr schließlich einen unspektakulären 9. Platz ein.

Als die Zielflagge geschwungen wurde, war es Andrew Brooks, der sie zuerst passierte und so die 12 Punkte für dieses Rennen ergatterte. Mit insgesamt 22 Punkten qualifizierte er sich für das Große Finale. Besonders hervorzuheben ist Daniel Solis aus den USA, der einen Toyota 86 Gr. B fuhr und sich in aller Ruhe vom 8. auf den 5. Platz vorgearbeitet hat.

RANG FAHRER ZEIT
1 Andrew Brooks PX7-Deafsun 14:23.830
2 Angel Inostroza YASHEAT_Loyrot +02.321
3 Lucas Bonelli TGT_BONELLI +03.990
4 Adriano Carrazza KoA_Didico15 +06.744
5 Daniel Solis Px7-Lamb +07.354
6 Randall Haywood TX3_Originals +08.411
7 Kevan Pounder PX7-Windfire +08.704
8 Nicolás Rubilar FT_NicoR +09.069
9 Juan Hernandez JUNCOS_Kangreti +09.236
10 Nick McMillen GumballCGT +11.891
11 Robert Heck VSR_Robert +15.317
12 Bernal Valverde Infinity_BernalV +15.542
13 Igor Fraga IOF_RACING17 +15.780
14 Tristan Bayless roadbeef +17.739
15 Fabián Portilla PerrolocoMcQ +17.834
16 Mark Pinnell Turismo-lester +21.001

Großes Finale

Während der Kanadier Andrew Brooks in der letzten Runde sprichwörtlich das Steuer in der Hand zu haben schien, konnte immer noch jeder die Meisterschaft gewinnen, denn im Großen Finale, einem Wettbewerb über 25 Runden auf der Strecke Sardegna – Strecke A, wurde die doppelte Punktzahl vergeben. Somit konnten auch Fahrer, die in den ersten beiden Rennen nicht gepunktet hatten, immer noch gewinnen. Und da die Spieler jeweils mindestens eine Runde auf weichen, mittleren und harten Reifen fahren mussten, hing die Meisterschaft wohl davon ab, wer die beste Boxenstrategie entwickeln würde. Dies war auch in der letzten Woche beim Wettbewerb in Europa/Naher Osten/Afrika der Fall.

Richtig spannend wurde es bereits vor dem eigentlichen Rennen, als der Sieger von 2018, Igor Fraga (Brasilien), der in den ersten beiden Rennen nur vier Punkte ergatterte, in der Startaufstellung an vierter Stelle stand. Würde er ein Wunder vollbringen und das größte Comeback in der Geschichte der FIA GT Championships hinlegen? Noch faszinierender wurde das Ganze dadurch, dass sein Landsmann Adriano Carrazza im Qualifying der Schnellste war. Er sicherte sich die Pole Position vor Angel Inostroza (Chile) und Brooks. Die drei Fahrer an der Spitze starteten das Rennen auf weichen Reifen, während Fraga sich für mittlere entschied.

Sobald das Rennen begonnen hatte, stand Fraga unter Druck, da ihn Juan Hernandez aus Guatemala und Nicolás Rubilar aus Chile auf ihren weichen Reifen überholen wollten. In der letzten Kurve der ersten Runde unterlief Brooks ein Fahrfehler, durch den Fraga vorbeiziehen konnte. Jetzt lag der Brasilianer auf dem dritten Platz. In der zweiten Runde wollte sich Brooks Position 3 zurückholen, fuhr aggressiver und fuhr in Kurve 4 an Fraga vorbei, was den Brasilianer von der Strecke abbrachte. Durch diesen Vorfall fiel Fraga auf Position 5 zurück. Doch ein paar Kurven später kam Fraga, von Bonelli und Rubilar unter Druck gesetzt, wieder von der Strecke ab und landete schließlich auf einem traurigen zehnten Platz. Dann hatte auch der andere Brasilianer, Bonelli, großes Pech, drehte sich und landete vor der letzten Kurve von Runde 2 in der Mauer. Er fiel auf den 11. Platz zurück und lag jetzt einen Platz vor Fraga, der auf den 12. Platz zurückgefallen war.

In Runde 3 überholte Hernandez Brooks und lag damit auf dem 3. Platz, als Carrazza – der einzige Brasilianer, der keine Probleme hatte – eine Führung von 1,4 Sekunden aufbauen konnte. In der nächsten Runde fuhr Brooks auf der Gegengeraden in Hernandez‘ Windschatten und konnte Platz 3 zurückerobern. In der Zwischenzeit hatte sich Rubilar, der immer noch eine Chance auf den Gewinn der Meisterschaft hatte, vom 7. auf den 5. Platz vorgearbeitet. Da es in diesem Rennen um so viel ging, gaben alle Fahrer alles, riskierten viel und reizten die Leistung ihres jeweiligen Autos voll aus. Die Action war immer über das ganze Feld verteilt und es war teilweise atemberaubend.

Der erste Boxenstopp fand in Runde 7 statt, als die Autos der Mittelgruppe reinkamen, die Reifen wechselten und nachtankten. Einige der Spitzenfahrer kamen eine Runde später rein, darunter Hernandez und Inostroza, welcher auf die harten Michelin-Reifen wechselte, um sie nur eine Runde später gegen weiche zu tauschen. In Runde 9 fuhren die Führenden, Carrazza und Brooks, in die Box, die sich beide wieder für weiche Reifen entschieden und auf den Positionen 1 und 2 ins Rennen zurückkehrten.
Zur Hälfte des Rennens lag Carrazza 0,2 Sekunden vor Brooks. Danach folgten Hernandez und das amerikanische Trio Robert Heck, Tristan Bayless und Nick McMillen – Letzterer ein ehemaliger Gewinner der GT Academy. Wenn diese Reihenfolge bis zum Schluss bestehen bleiben sollte, würde Brooks die Meisterschaft gewinnen und Carrazza schlagen, aber noch war das Rennen nicht zu Ende.

In Runde 12 hatte sich Fraga mit dem Biss eines ehemaligen Champions auf weichen Reifen bis auf Platz 7 vorgearbeitet, aber noch immer gab sein Landsmann Carrazza das Tempo vor und baute seinen Vorsprung gegenüber Brooks auf 1,3 Sekunden aus. Da die Rennwagen von Red Bull auf den Geraden mehr als 300 km/h erreichen, begann ein spannender Kampf um die Positionen 4, 5 und 6, als Fraga, Heck und Rubilar sich gegenseitig angriffen und sich in den letzten drei Kurven der Strecke mit 250 km/h berührten. Die Action war intensiv und man darf getrost davon ausgehen, dass während dieser Positionskämpfe jede Menge schöner Ausdrücke in den drei verschiedenen Sprachen zu hören waren.

In Runde 15 fuhren Carrazza und Brooks in die Box. Der Brasilianer entschied sich für die harten Reifen, die er in der nächsten Runde gegen mittlere tauschte, um die Anforderungen zu erfüllen. Brooks wählte die mittleren und tankte voll, musste aber noch die erforderliche Runde auf harten Reifen absolvieren.

Als alle wieder auf der Strecke waren, lag Carrazza auf Position 6, während Brooks auf dem 3. Platz fuhr – hinter Inostroza und Hernandez, die eine Runde später in die Box fuhren und Brooks in Runde 18 die Führung überließen. Zu diesem Zeitpunkt lag Brooks 5,0 Sekunden vor Carrazza, musste aber noch einen Boxenstopp einlegen, um die erforderliche Runde auf harten Reifen zu fahren. Das bedeutete, dass Carrazza nur allem Ärger aus dem Weg gehen und sein Tempo halten musste, um das Rennen zu gewinnen.

In der letzten Runde fuhr Brooks in die Box und musste auf Position 2 wieder rausfahren, um sich die regionale Meisterschaft zu sichern. Doch Inostroza war bereits vorbeigerast, was den Kanadier auf den dritten Platz zurückwarf. Carrazza sicherte sich die Gesamtführung, die er auch ins Ziel brachte. Mit dem Sieg gewann der Brasilianer die Meisterschaft und sicherte sich seinen Platz – und acht wertvolle Punkte – im Weltfinale.

Auch Inostroza qualifizierte sich mit dem 2. Platz, ebenso wie Brooks auf Position 3 und Bonelli auf dem 4. Platz. Erstaunlich war, dass die besten drei Qualifizierten alle insgesamt 38 Punkte hatten. Carrazza sicherte sich den Titel durch die bessere Platzierung im Großen Finale.

RANG FAHRER ZEIT
1 Adriano Carrazza KoA_Didico15 36:09.532
2 Angel Inostroza YASHEAT_Loyrot +01.562
3 Andrew Brooks PX7-Deafsun +04.231
4 Lucas Bonelli TGT_BONELLI +09.004
5 Juan Hernandez JUNCOS_Kangreti +09.009
6 Robert Heck VSR_Robert +11.441
7 Randall Haywood TX3_Originals +14.152
8 Igor Fraga IOF_RACING17 +15.258
9 Nicolás Rubilar FT_NicoR +17.979
10 Kevan Pounder PX7-Windfire +20.053
11 Bernal Valverde Infinity_BernalV +21.129
12 Fabián Portilla PerrolocoMcQ +22.760
13 Mark Pinnell Turismo-lester +30.234
14 Tristan Bayless roadbeef +31.016
15 Nick McMillen GumballCGT +39.499
16 Daniel Solis Px7-Lamb - - -

Im Interview nach dem Rennen realisierte Adriano Carrazza erst, dass er der neue amerikanische Champion ist, als es ihm die Interviewerin Julia Hardy sagte.

„Was, ich bin amerikanischer Champion? Ja! Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung, besonders im letzten Rennen. Ich hatte ein gutes Qualifying und wollte im Rennen selbst nur ein gutes Tempo halten. Ich glaube, dass meine Boxenstrategie gut war und für mich alles gut gelaufen ist“, sagte er.

Nations Cup 2020 – Regionales Finale (Amerika) – Ergebnisse

RANG FAHRER RENNEN 1 RENNEN 2 GROSSES FINALE GESAMTPUNKTE
1 Adriano Carrazza KoA_Didico15 7 7 24 38
1 Angel Inostroza YASHEAT_Loyrot 8 10 20 38
1 Andrew Brooks PX7-Deafsun 10 12 16 38
4 Lucas Bonelli TGT_BONELLI 5 8 14 27
5 Randall Haywood TX3_Originals 6 5 8 19
5 Nicolás Rubilar FT_NicoR 12 3 4 19
7 Juan Hernandez JUNCOS_Kangreti 0 2 12 14
8 Robert Heck VSR_Robert 0 0 10 10
8 Igor Fraga IOF_RACING17 4 0 6 10
10 Kevan Pounder PX7-Windfire 1 4 2 7
11 Daniel Solis Px7-Lamb 0 6 0 6
12 Tristan Bayless roadbeef 3 0 0 3
13 Fabián Portilla PerrolocoMcQ 2 0 0 2
14 Nick McMillen GumballCGT 0 1 0 1
15 Bernal Valverde Infinity_BernalV 0 0 0 0
15 Mark Pinnell Turismo-lester 0 0 0 0
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