Die neue Saison sorgt für eine neue Rivalität
Manufacturers Cup der Gran Turismo World Series 2026 – Runde 1 – Mailand
MAILAND, Italien (23. Mai 2026) – Die Gran Turismo World Series 2026 ist heute offiziell im historischen Teatro Lirico Giorgio Gaber im Herzen von Mailand gestartet, wo ein voll besetztes Haus die Eröffnungsrunde des Manufacturers Cup miterleben wollte. Und obwohl die neue Saison mit einem der frischesten Fahrerfelder der letzten Jahre aufwartete, sicherte sich den obersten Platz auf dem Podium ein sehr vertrauter Name.
Titelverteidiger Porsche reiste mit Spitzenfahrer Jose Serrano (Falcon_Josete) am Steuer nach Mailand, während Mazda und Subaru – die 2025 den 2. und 3. Platz belegten – zurückkehrten, um zu beweisen, dass der Erfolg des Vorjahres kein Zufall war. Das Große Finale wurde über sechs Runden auf „Nürburgring – Langstrecke II“ ausgetragen, einer Rückwärts-Variante der legendären Rennstrecke, die zunächst den Grand-Prix-Abschnitt beinhaltet, bevor sie in die Nordschleife übergeht. Alle drei Reifentypen waren erforderlich, was das Rennen zu einer Partie Highspeed-Schach werden ließ. Die weichen Reifen hielten etwa eine Runde, die mittleren zwei und die harten drei.
Nach einer spannenden Qualifying-Session sicherte sich Serrano im Porsche 911 GT3 R die Pole Position. Neben ihm in der ersten Reihe startete der Deutsche Maximilian Kroll (Ma_Xo_07) im Ferrari 296 GT3, während der Pole Mikołaj Sedziak (MSedzzz_25) im Nissan GT-R Nismo und Jack Balding (Jackbalding25) im Mercedes-AMG GT3 die zweite Reihe bildeten.
Großes Finale: Nürburgring – Langstrecke II – 6 Runden
Die ersten vier Fahrer starteten alle mit mittleren Reifen, während der Rest des Feldes sich für harte entschied. Serrano machte sich sofort daran, einen Vorsprung herauszufahren, aber Kroll und Sedziak ließen sich nicht abschütteln – und bewiesen damit eine erstaunliche Gelassenheit für Neulinge auf diesem Niveau. Am Ende der ersten Runde hatten die Führenden mit mittleren Reifen einen Vorsprung von 4,8 Sekunden zu den Fahrern mit harten Reifen herausgefahren, was deutlich machte, dass Strategie und Timing entscheidend sein würden.
In Runde 2 kam es zum ersten größeren Manöver. Auf der langen Geraden im Abschnitt Döttinger Höhe, auf der die Autos fast 290 km/h erreichten, nutzte Kroll den Windschatten des Porsches, um an Serrano vorbeizuschießen und die Führung zu übernehmen. Das Publikum reagierte sofort. Doch Serrano wollte sich nicht geschlagen geben – er schlug an der Quiddelbacher-Höhe zurück und holte sich die Position mit der präzisen und eiskalten Fahrkunst zurück, die seine Karriere geprägt hat. Das Duell zwischen Porsche und Ferrari war nun in vollem Gange.
In Runde 3 antwortete Kroll nahezu identisch und holte sich im selben Streckenabschnitt die Führung zurück. Es war eine brillante Fahrleistung und vielleicht ein Zeichen dafür, dass der junge Deutsche seinen Rivalen in Echtzeit studiert hatte. Am Ende der Runde wechselten beide Fahrer auf weiche Reifen und setzten alles auf Angriff, während Sedziak und Balding sich für harte Reifen entschieden – ein konservativer Ansatz für den Weg ins Ziel.
Das Rennen ging nun in seine explosivste Phase über. In Runde 4 nutzte Serrano den Windschatten an der Döttinger Höhe, um die Führung zurückzuerobern, doch Kroll schlug an der Quiddelbacher-Höhe erneut zurück – ein weiteres Überholmanöver mit perfektem Timing und perfekter Ausführung. Am Ende der Runde fuhren beide für ihren letzten Stopp in die Box und wechselten für den Endspurt auf harte Reifen, wobei Sedziak und Balding kurzzeitig die Führung übernahmen, bevor sie selbst Boxenstopps einlegten.
In Runde 5 gelang Serrano an der Döttinger Höhe ein weiteres entscheidendes Manöver: Er nutzte den Windschatten, setzte sich an die Spitze und sorgte damit für eine spannende letzte Runde. Als es darauf ankam, war Kroll direkt hinter ihm – nah genug, um eine Gefahr darzustellen, nah genug, um den Porsche-Fahrer bei jeder Bremszone zum Nachdenken zu zwingen. An der Quiddelbacher Höhe kam der nächste Angriff des Ferraris. Doch diesmal war Serrano vorbereitet: Er positionierte den Porsche perfekt auf der Innenseite und ließ Kroll keinen Spielraum. Eine Meisterleistung des Titelverteidigers in Sachen defensives Fahren und ein entscheidender Moment für das Rennen.
Serrano fuhr mit dem Porsche als Erster über die Ziellinie und eröffnete die Serie 2026 genau so, wie er die letzte beendet hatte – an der Spitze. Krolls beeindruckende Leistung brachte Ferrari den zweiten Platz ein und etablierte den Deutschen als ernstzunehmenden Titelanwärter. Balding machte mit seiner souveränen Leistung für Mercedes-AMG das Podium komplett, während Sedziak den Nissan auf Platz 4 ins Ziel brachte. Pol Urra (Falcon_PolUrra) von Team Mazda belegte den 5. Platz, Kylian Drumont (VitaIity_Kylian) holte für Audi die letzte Platzierung in den Punkten.
Mit diesem Sieg führt Porsche die Meisterschaft mit sechs Punkten an, gefolgt von Ferrari mit fünf, Mercedes-AMG mit vier, Nissan mit drei, Mazda mit zwei und Audi mit einem Punkt.
Serrano meinte nach dem Rennen: „Was für ein Rennen mit Max. Ich habe das Gefühl, dass ich einen neuen Rivalen habe. Er war mal vor mir, mal hinter mir. Während des Rennens dachte ich: ‚Machst du endlich mal einen Fehler?‘, aber das tat er nicht. Glückwunsch an ihn, er hätte den Sieg ebenso verdient. Und mir hat es sehr gefallen, den Nürburgring rückwärts zu fahren.“
Serrano mag das Rennen zwar gewonnen haben, doch Krolls Leistung hat eines deutlich gemacht: Der Manufacturers Cup 2026 hat wohl gerade seine nächste große Rivalität hervorgebracht.
Gran Turismo World Series 2026 Runde 1 – Mailand – Ergebnisse im Manufacturers Cup
Qualifying-Zeitrennen
- Fahrzeugkategorie:
- Gr.3
- Strecke:
- Nürburgring – Langstrecke II
| RANG | Hersteller/Fahrer | ZEIT | Abstand |
|---|---|---|---|
1 |
|
7'52.668 | |
2 |
|
7'53.462 | +00.794 |
3 |
|
7'53.520 | +00.852 |
4 |
|
7'53.580 | +00.912 |
5 |
|
7'53.638 | +00.970 |
6 |
|
7'53.702 | +01.034 |
7 |
|
7'54.110 | +01.442 |
8 |
|
7'54.296 | +01.628 |
9 |
|
7'55.885 | +03.217 |
10 |
|
7'56.616 | +03.948 |
11 |
|
7'56.689 | +04.021 |
12 |
|
8'15.844 | +23.176 |
Top-6-Qualifying
- Fahrzeugkategorie:
- Gr.3
- Strecke:
- Nürburgring – Langstrecke II
| RANG | Hersteller/Fahrer | ZEIT | Abstand |
|---|---|---|---|
1 |
|
7'52.122 | |
2 |
|
7'52.526 | +00.404 |
3 |
|
7'52.794 | +00.672 |
4 |
|
7'54.136 | +02.014 |
5 |
|
7'54.446 | +02.324 |
6 |
|
-- | -- |
7 |
|
-' - -. - - - | |
8 |
|
-' - -. - - - | |
9 |
|
-' - -. - - - | |
10 |
|
-' - -. - - - | |
11 |
|
-' - -. - - - | |
12 |
|
-' - -. - - - |
Großes Finale
- Fahrzeugkategorie:
- Gr.3
- Strecke:
- Nürburgring – Langstrecke II
- Runden:
- 6
| RANG | Hersteller/Fahrer | ZEIT | PUNKTE |
|---|---|---|---|
1 |
|
48'03.376 | 6 |
2 |
|
+00.066 | 5 |
3 |
|
+08.196 | 4 |
4 |
|
+08.746 | 3 |
5 |
|
+10.883 | 2 |
6 |
|
+10.940 | 1 |
7 |
|
+13.081 | 0 |
8 |
|
+17.994 | 0 |
9 |
|
+24.802 | 0 |
10 |
|
+26.329 | 0 |
11 |
|
+29.079 | 0 |
12 |
|
-- | 0 |
- Schnellste Runde:
- Mazda Pol Urra 7'45.742


