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GT ACADEMY EUROPA 2011 – SAISONZUSAMMENFASSUNG

GT ACADEMY USA 2011 – SAISONZUSAMMENFASSUNG

2011 wird auf ewig ein Schlüsselmoment in der Geschichte der GT Academy bleiben, da sie erstmalig auf US-amerikanischem Boden stattfand. In den Online-Zeitrennen von Gran Turismo 5 traten über 53.000 aufstrebende Rennfahrer gegeneinander an. Zweiunddreißig der besten Fahrer des Landes schafften es in die nationalen Finalrunden in Orlando, Florida, und 16 der schnellsten von ihnen traten zum Finale auf dem Silverstone Circuit in England an. Und der große Preis? Die Chance, ein professioneller Rennfahrer zu werden! Damals dachten alle, dass die Idee verrückt sei – man könne schließlich aus einem Gamer keinen professionellen Rennfahrer machen.

Damals ahnte kaum jemand ... dass 2011 erst der Anfang war.

Der legendäre Silverstone Circuit war unseren Top-Teilnehmern aus den Vereinigten Staaten gänzlich unbekannt. Nur Wenige von ihnen wussten mit seinem Streckenverlauf und noch nicht einmal mit seiner Formel-1-Geschichte oder dem, was dieser „heilige“ Boden in sich trägt, etwas anzufangen. Darüber hinaus hatten die Teilnehmer nicht die geringste Vorstellung davon, welchen geistigen und körperlichen Herausforderungen sie sich dort würden stellen müssen.

Um sicherzustellen, dass am Ende der Saison auch der beste Fahrer zum Sieger gekürt wird, war das hochkarätige Jurorenteam immer vor Ort, um sie anzuleiten und jede kleinste Bewegung zu beurteilen.

1. Danny Sullivan: Legendärer Fahrer und Gewinner des Indy 500
2. Tommy Kendall: Viermaliger Champion der Trans-Am Series
3. Liz Halliday: Gefeierte weibliche Fahrerin in der American Le Mans Series

Zu Beginn des einwöchigen Wettbewerbs wurden alle Fahrer in Gokarts gesteckt, damit die Juroren einschätzen konnten, wie es um ihre Fähigkeit, zu lernen, konstante Leistungen zu bringen und als Fahrer zu wachsen, bestellt ist. Interessant wurde es dann am zweiten Tag, als die Fahrer an einem Mini-Triathlon teilnahmen. Von den 16 angetretenen Fahrern schafften es letztlich nur fünf, sich einen 370Z zu schnappen und darin die Ziellinie zu überqueren. Nach der ersten Ausleserunde wurden bereits drei Fahrer nach Hause geschickt. Das heizte den Wettbewerb mächtig an, da den verbliebenen Fahrern nun klar wurde, dass übermäßiges Selbstvertrauen fehl am Platze war – die Eliminierung konnte jeden treffen.

Während der große Tag immer näher heranrückte, wurden die Fahrer mit diversen realen Motorsport-Herausforderungen konfrontiert. Diese bestanden unter anderem darin, mit Monoposto-Rennwagen Rundenbestzeiten zu fahren, mit elektrischen Nissan Leafs die Herausforderungen des Spurenwechsels zu meistern und in einem speziell ausgestatteten 370Z zu lernen, wie man ein Rallye-Auto kontrolliert. Am Ende hatten die noch übrig gebliebenen Fahrer die Gelegenheit, in einem 530 PS starken Nissan GT-R auf Tuchfühlung mit ihren Leistungsgrenzen zu gehen.

Schließlich, nach einer Woche voller Siege und erdrückender Niederlagen traten die vier Finalisten zum letzten Gefecht an, bei dem es um nicht weniger ging als darum, der erste amerikanische „GT Academy“-Champion aller Zeiten zu werden. Die vier Finalisten waren:

1. Bryan Heitkotter
2. Sean Johnston
3. Phillip Arscott
4. Chris Roberts

Heitkotter übernahm zu Beginn des Rennens die Poleposition, dicht gefolgt von Johnston. Roberts zog früh in der zweiten Runde an Arscott vorbei, und die drei vorderen Autos kämpften um den ersten Platz. In der dritten Runde leistete sich Heitkotter einen entscheidenden Fehler, den Johnston gnadenlos ausnutzte, um die Führung zu übernehmen. Doch als Johnston unglücklich schaltete, konnte Heitkotter die Führung wieder an sich reißen. Da sich Arscott gleich hinter ihm auf den zweiten Platz schlich, wurde Johnston innerhalb von nur einer halben Runde von Platz 1 auf Platz 3 gedrängt.

Mit nur einer verbleibenden Runde setzte Johnston alles aufs Spiel und „revanchierte“ sich bei Arscott, indem er außen unter hartem Bremsen und nur wenige Zentimeter von Arscott entfernt an diesem vorbeizog. Heitkotter schaffte es, den kleinen Vorsprung zwischen dem Erst- und dem Zweitplatzierten auszubauen, doch Johnston holte schnell auf und befand sich bei einer Reststrecke von zwei Meilen nur noch 0,09 Sekunden hinter Heitkotter.

Am Ende holte sich Bryan Heitkotter den ersten Platz, nachdem er 53.000 Online-Teilnehmer hinter sich gelassen und sich in der Gruppe der besten 16 von 2011 platziert hatte. Damit war er der erste Sieger der GT Academy USA. Als er gefragt wurde, wie er sich gefühlt habe, als er die Ziellinie überquerte, sagte er: „Das war der wichtigste Moment meiner gesamten bisherigen Rennlaufbahn, weil er die Erfüllung meines Traumes darstellte, ein professioneller Rennfahrer zu werden.“

Nachdem er den Wettbewerb gewonnen hatte, blieb Heitkotter im Vereinigten Königreich, verdiente sich seine internationale Rennlizenz und sicherte sich beim 24-Stunden-Rennen von Dubai zusammen mit Jann Mardenborough, dem Gewinner der GT Academy aus dem Vereinigten Königreich, in einem für Rennen angepassten 370Z einen Platz auf dem Siegertreppchen.