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GT Academy 2012 Race Camp - 6. Tag

GT Academy 2012 gibt regionale Champions bekannt

Donnerstag, 23. August 2012. Das europäische Race Camp der GT Academy 2012 von PlayStation® und Nissan hat seine regionalen Champions gefunden. Die Sechs sind die Finalisten aus ursprünglich 830.000 „Gran Turismo®“-Spielern aus ganz Europa, die am Wettbewerb teilgenommen haben; sie haben sich in den anschließenden nationalen Finalrennen gegen die 32 Schnellsten durchgesetzt und sind schlussendlich als Sieger aus den in sechs regionale Gruppen unterteilten 36 Finalisten des berühmten Race Camps hervorgegangen. Dies sind die Sieger:

FRANKREICH: ITALIENV. KÖNIGREICH/IRLAND
Sebastien BERTRANDAndrea COSARODes FOLEY (IRE)
IBERISCHE HALBIINSELBENELUX-STAATENSCHWEIZ, ÖSTERR., POLEN
Hugo GONÇALVES (POR)Wolfgang REIP (BEL)Rolf UELTSCHI (SUI)

Allen sechs stehen nun die letzten zwei Race-Camp-Tage bevor. Die World Endurance Championship (WEC) gibt sich am Wochenende in Silverstone die Ehre. Auch zwei ehemalige „GT Academy“-Sieger werden in LMP2-Boliden von Nissan antreten. Es ist eine tolle Chance für die neueste Generation von PlayStation-Spielern, die es in die Academy geschafft haben: Sie dürfen morgen in sechs identischen Nissan 370Z mit Gruppe-N-Modifikationen das Qualifying fahren und am Samstag im Rennen aufzutrumpfen – all das im Rahmen der WEC, die eines der wichtigsten internationalen Motorsport-Events darstellt.

Im Race Camp konnten heute die prominenten Mentoren und Juroren Zeit mit ihren Schützlingen verbringen, um ihnen bei ihrer Entscheidung zu helfen. In den 370Z fuhren die Mentoren als Beifahrer ihrer Schützlinge – und umgekehrt – den National Circuit ab und boten ihnen dabei ein umfangreiches Fahr-Coaching. Am Ende der Session stand dann für die Mentoren und Fahrlehrer die Entscheidung über ihren Champion an.

Die Teilnehmer erfuhren die Neuigkeiten erst im Laufe des Abends in ihren jeweiligen Gruppen, was für einen ungewöhnlich ruhigen Nachmittag im Race Camp sorgte, während die Mentoren über ihren Entscheidungen brüteten.

Für René Arnoux und Franck Mailleux (FRA), Vitantonio Liuzzi und Gonçalo Gomes (ITA), Johnny Herbert und Rob Barff (UK/IRE), Dani Clos und Lucas Ordoñez (SPA), Tim Coronel und Bas Leinders (BENELUX), sowie Sébastien Buemi und René Szczepek (CH/AUT/POL) war es der bisher härteste Tag des Wettbewerbs.

„Die Entscheidung war sehr schwierig, weil sich die drei Fahrer so ebenbürtig sind“, erklärt Sébastien Buemi von Red Bull Racing (Mentor für Schweiz, Österreich und Polen). „Wir haben viele Analysen durchgeführt und viel Fahrzeit mit ihnen verbracht, um sie als Piloten kennenzulernen, ihre Lernfortschritte zu beurteilen und ihr Verständnis des Fahrzeugverhaltens auf die Probe zu stellen. Alle drei Fahrer waren ausgesprochen gut. Sie hatten die richtige Einstellung, also habe ich mir alle Möglichkeiten offengehalten und meine Entscheidung erst in allerletzter Sekunde getroffen. Christophe und Krystian sind tolle Fahrer und haben definitiv eine Zukunft, aber Rolf hat sich heute wirklich hervorgetan. Er hat sich seit dem Verfolgungsrennen verbessert und gezeigt, dass er den Willen mitbringt.“

Seit der Ankunft in Silverstone sind die 36 „GT Academy“-Teilnehmer von ihren prominenten Mentoren und Lehrern in einer Vielzahl von verschiedenen Herausforderungen im 370Z und GT-R von Nissan auf Herz und Nieren geprüft worden. Neben Fahrzeughandling, Streckentests und -instruktionen, Rennverkehr-Herausforderungen und Verfolgerrennen haben sie ein Kart-Event gemeistert, im 370Z eine Rallye-Strecke absolviert, sich mit Einsitzern vertraut gemacht und natürlich auch ein hartes körperliches Training absolviert. Sie haben auch den „Gran Turismo“-Erfinder Kazunori Yamauchi sowie Darren Cox von Nissan Europe kennengelernt, die Begründer des Wettbewerbs, der 2008 zum ersten Mal stattfand. Die nächsten beiden Tage könnten für die sechs verbliebenen Teilnehmer vergleichsweise ruhig erscheinen, aber dank des intensiven Trainings sind sie bereit für die ultimative Herausforderung. Im bevorstehenden Samstagsrennen steht viel auf dem Spiel, und das auf einer ausgesprochen großen Bühne.

„Jetzt hat eine neue Phase begonnen. Sie müssen ihre vertraute Umgebung verlassen, den Kreis ihrer Freunde aus den jeweiligen regionalen Gruppen“, so Johnny Herbert. „Jetzt treten sie ganz allein gegeneinander an, und das wird hart. Der Druck bei diesem Rennen ist groß – sie müssen die Balance zwischen Speed, Ausdauer und Siegeswillen finden. Ich glaube, der zunehmende Druck vor dem Rennen wird uns ihren wahren Charakter zeigen.“


 

Kommentare der Sieger:

Sébastien Bertrand (FRA)
„Heute Morgen haben wir Zeittests auf dem National Circuit von Silverstone absolviert, damit die Juroren neben unserer Schnelligkeit vor allem unsere Technik beurteilen konnten. Es war gut, so viele Kilometer auf der Strecke zu sammeln. Heute Nachmittag sind wir dann Eliminierungsrennen um den einzigen Platz im Finale gefahren. Ich war überrascht und sehr froh über meinen Sieg.“

Andrea Cosaro (ITA)
„Heute war ein seltsamer Tag. Am Morgen sind wir mit den Nissan 370Z auf dem National Circuit gefahren. Ich war sehr gut, viel besser als die anderen Italiener. Am Nachmittag mussten wir dann auf die Bekanntgabe der Sieger warten. Das Warten hat sich gelohnt. Es war unglaublich und ich bin so glücklich!“

Des Foley (IRL), Gruppe „Vereinigtes Königreich/Irland“
„Es ist so unwirklich. Wie ein Traum. Ich hatte keine Ahnung, wie es gelaufen ist. Jetzt bin ich einfach total erschöpft, aber morgen fahre ich die komplette Grand-Prix-Strecke von Silverstone ab, und am Samstag steht das Rennen an. Ich werde es richtig auskosten und alles geben.“

Hugo Gonçalves (POR), Gruppe „Iberische Halbinsel“
„Ich habe das Gefühl, etwas vollbracht zu haben. Das iberische Team ist das beste. Wir stehen uns alle so nah, wir haben viel Spaß zusammen im Bus und sind gute Freunde, und alle freuen sich sehr für mich. Der Wettkampf ist noch nicht vorbei, in vielerlei Hinsicht hat er gerade erst begonnen. Ich habe ihn noch nicht gewonnen, aber wie ich schon die ganze Zeit sage: Ich bin hier, um zu siegen, und heute bin ich dem Ziel einen Schritt nähergekommen.“

Wolfgang Reip (BEL), Gruppe „Benelux“
„Ich bin wirklich glücklich und sehr erleichtert. Ich war etwas überrascht, weil Enrico und Frank die ganze Runde über so schnell und gut waren. Heute Morgen war für mich der Wendepunkt. Ich hatte mich auf die Fahrzeuge und die ‚neue‘ Strecke eingestellt. Ich bin gute Zeiten gefahren und dadurch weitergekommen. Die niederländischen Fahrer waren sehr gut, und sie geschlagen zu haben, hat mir neues Selbstvertrauen gegeben. Ich werde das Finale gewinnen.“

Rolf Ueltschi (SUI), Gruppe „Schweiz, Österreich und Polen“
„Mir war klar, dass ich heute Morgen eine erstklassige Leistung abliefern musste, und das habe ich getan. Ich bin sehr, sehr stolz auf meine Leistung. Manchen mag es so vorkommen, als hätte ich mich über Nacht verwandelt, weil ich gestern im Eliminierungsrennen war. Aber es hat sich nichts verändert. Ich war nur völlig auf die Session heute Morgen fokussiert. Es war schon etwas Besonderes, Sébastien Buemi auf dem Beifahrersitz zu haben. Mit einem Formel-1-Fahrer neben mir war mir klar, dass ich meine Leistung bringen musste, und das habe ich getan.“
 

Kommentare der Mentoren:

René Arnoux (FRA)
„Ich bin zum ersten Mal dabei, und die Entscheidung ist mir schwergefallen. Wir haben in Frankreich mit 160.000 PlayStation-Spielern angefangen, die diese Fahrer auf ihrem Weg hierher abgehängt haben. Und dann muss man sich zwischen zwei jungen Fahrern entscheiden, die fast ebenbürtig sind, weil nur einer weiterkommen und die Chance auf Dubai bekommen kann. Es ist schwer, Rennfahrer zu werden. Ich bin mir des Druckes bewusst, denn es ist eine Entscheidung, die das Leben verändert.“

„Bei der Auswahl heute stand es bei uns Juroren 3:1. Ein Fahrer war schneller als die anderen. Steven war in den letzten Tagen extrem gut, aber Sébastien hat deutlichere Fortschritte gemacht und die besten Aussichten für Frankreich.“

Vitantonio Luizzi (ITA)
„Es war wieder ein toller Tag für das italienische Team. Alle Fahrer haben starke Leistungen gezeigt und uns die Entscheidung sehr schwer gemacht. Gonzo (Gonçalo Gomes) und ich fanden, dass alle drei Konkurrenten Italien gut repräsentieren würden im Finale. Also haben wir lange und gründlich überlegt, wen wir auswählen. Andrea Fasulo und Darian Rojnic waren sehr schnell, aber wir haben Andrea Cosaro einen Hauch weiter vorne gesehen. Er war beständiger als die anderen. Wir hatten sehr gute Fahrer, und ich freue mich schon auf das Rennen.“

Dani Clos (SPA), Mentor „Iberische Halbinsel“
„Lucas und mir ist die Entscheidung sehr schwergefallen. Es war wirklich hart, weil die Jungs so schnell waren. Es war toll, sie kennenzulernen und die letzten Tage mit ihnen zu verbringen. Sie haben alle viel Potenzial, aber Hugo hat es geschafft. Er war in vielen Tests besser und hat sich den Sieg verdient. Sie sind talentiert, das haben sie von Anfang an gezeigt. Und sie lernen schnell. Wir sind stolz, dass Hugo die Chance bekommt, die Iberische Halbinsel zu vertreten.“

Tim Coronel (NED), Mentor „Benelux“
„Heute war ein ganz toller Tag. Heute Morgen waren wir auf dem National Circuit. Ich habe mir vom Beifahrersitz aus ein Bild gemacht von ihrer Performance. Zuerst hatten sie Probleme mit der Fahrlinie. Ich bin eingestiegen, habe ihnen die richtige Fahrlinie gezeigt und sie hatten den Dreh sofort raus. Ich habe allen Fahrern die gleiche Chance gegeben, mir zu zeigen, dass sie der Herausforderung gewachsen sind. Aber Wolfgang war beständiger als die Niederländer. Er hat eine wirklich gute Rundenzeit gefahren. Mit Wolf haben wir einen möglichen Sieger. Er war die ganze Woche voll da und hat großes Talent! Go, Benelux!“